1970 - 1979

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Nach einem enttäuschenden Sportjahr 1969 mit folgenden Auflösungserscheinungen der Schwimmsektion Innsbruck war es jedem Schwimmsportbegeisterten klar, dass der Verein einer neuen Führung bedarf, um ihn aus dem Tiefe emporzuheben. In einer Krisensitzung am 26. Feber 1970 war die Einladung an Dipl.-lng. Herwig Herbert zur Mitarbeit erfolgreich.

Herwig Herbert wurde zum Obmann der Innsbrucker Schwimmer gewählt, es sollte die längste Amtszeit eines Vereinsobmannes, die nunmehr rund 20 Jahre anhält, in der Geschichte des Vereins werden. Lediglich Präsident Theodor Didusch weist postenbezogen eine längere Funktionsdauer auf. Längerdienende wie u.a. Hanns Seelos, Hans Schwaighofer, Friedl Suda in verschiedenen Funktionen arbeiteten immer dort mit, wo es gerade brannte.

twv chronik Unter der Leitung von Friedl Suda, der nahezu seine gesamte Freizeit der Aufbauarbeit einer neuen Mannschaft schenkte, formte sich eine Mannschaft, die bemerkenswerte Erfolge im In- und Ausland erreichte. Im Sog von Michael Nagele, der im Jahre 1973 mit 14 Tiroler Meistertiteln seine wohl grössten Erfolge feierte, erreichten Michael Fellner, Walter Loidelsbacher (rechtes Bild), Klaus Pölzl, Erich Hille und Friedl Suda auch Ehrenplätze bei den österr. Meisterschaften.
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Wie ein Stern ging dann Markus Haisjackl (linkes Bild) als wohl grösstes Talent des Tiroler Schwimmsportes auf. Unzählige Tiroler Meistertitel gingen auf sein Konto. Nach seinem Sprung in die Nationalmannschaft zog er sich jedoch zurück, da seiner Meinung nach der Trainingsaufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg stand und dieser auch in keiner Weise honoriert wurde.

Diesem Weg mussten sich so hervorragende Schwimmer wie Siegfried Bergant, Erich Entstrasser, die Gebrüder Fuchs, Gerhard Lener, Ludwig Prinz und viele andere, die jahrelang den Tiroler Männerschwimmsport beherrschten und letztlich auch Michael Nagele anschliessen.

twv chronik Bernhard Waldhof (rechtes Bild), der 1975 zur Spitze vorstiess, konnte neben der Schule und dem Bundesheer die Energie aufbringen, hart zu trainieren, viele Erfolge erzielen und seinen Platz in der National-mannschaft über viele Jahre halten. Bei den Mädchen erreichten Barbara Haisjackl, Magda Menardi und Jutta Raspotnik Achtungserfolge.
twv chronik Die immer mehr in den Vordergrund tretenden Einzelleistungen führten nahezu zum Erliegen der Mannschaftswettkämpfe und somit der Förderung des gefächerten Breitensportes. So konnten sich folgend unter dem Trainer Winfried Vescoli letztlich nur mehr Gerhard Albertini, Norbert Entstrasser und Harald Bergmann an der Spitze halten.
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Norbert und Erich Entstrasser im rechten Bild.

Eine gute Entwicklung konnte wieder im Wasserball verzeichnet werden. Es hat sich hier besonders gezeigt, dass eine Mannschaftssportart doch seinen besonderen Reiz hat. Nach Jahren der Aufbauarbeit konnten erstmals 1973 Erfolge in der B-Liga verzeichnet werden.

Im Jahre 1977 wurde die TWV-Grundschule mit dem Ziel der Erlernung der Schwimmarten und der Verbesserung der motorischen Grundeigenschaften ins Leben gerufen. In den ersten Jahren bei grossem Andrang erwies sich diese Einrichtung als Fundgrube für neue Talente, die sich in den Jahren ab 1980 immer mehr in den schwimmsportlichen Vordergrund schoben.