1970: Berichte der Schwimmsektionen

JAHRESBERICHT DER SEKTION SCHWIMMEN IM TIROLER WASSERSPORTVEREIN

Die Auflage von Kurzberichten für das Jahr 1970 soll den interessierten Mitgliedern die Bestrebungen und die Tätigkeit des Tiroler Wassersportvereines näherbringen. Was die Sektion Schwimmen betrifft, ist dies durch die Verzweigtheit der einzelnen Sektionen im ganzen Land mit kleineren Schwierigkeiten - vor allem im ersten Jahr des Erscheinens - verbunden. Trotzdem haben wir uns bemüht, ein möglichst umfassendes Bild wiederzugeben.

TWV SCHWIMMSEKTION BRIXLEGG

Da aus einem vom TWV-Brixlegg aufgelegten Jahresbericht Einzelheiten aus dem Sportjähr 1970 zu entnehmen sind, sollen hier nur Auszüge daraus aufgenommen werden. So konnten sich im Berichtsjahr die Spitzenschwimmer der Sektion Brixlegg weiter steigern und mehr Meistertitel bzw. Medaillenränge bei Tiroler Meisterschaften, Hallen- und Jugendmeisterschaften erreichen, wie im vergangenen Erfolgsjähr 1969. Im Jahre 1970 wurde die Mannschaft erstmals in Gruppen geteilt und zwar in Kader und Nachwuchs. Jugendwart Hannes Wanicschek begann bereits im Herbst 1969 in der Turnhalle mit Gymnastik für beide Gruppen. Diese Abende waren gut besucht und wurden bis Mai abgehalten. Sowohl der Kader als auch der Nachwuchs fuhren ab Jänner wöchentlich einmal nach Innsbruck ins Hallenbad (Kader am Mittwoch und Nachwuchs am Freitag Nachmittag) und trainierte unter der bewährten Leitung von Trainer Gerhard Bergauer. Die Schwimmer haben hart gearbeitet, um für die verschiedenen Meisterschaften rechtzeitig in Form zu sein.

Schwimmtraining an der BAFL

Der Nachwuchs beteiligte sich in den Wintermonaten am Training der B.A.f.L. unter Leitung von Herrn Prof. Günther Pajek. Ein geregeltes Training im Brixlegger Schwimmbad konnte leider während der ganzen Saison nicht durchgeführt werden, da das Wasser einfach zu kalt war.

Trainingswoche Galtür und Faak

Eine vereinseigene Trainingswoche in Galtür, sowie die Teilnahme am Trainingslager des SC-Diana Wien in Faak (Kärnten) unter der Leitung des österr. Spitzentrainers Herrn Otto Hübler sorgten dafür, daß den Aktiven beste Trainingsmöglichkeiten geboten wurden. Es hat sich gelohnt. Bei der Tiroler Jugendmeisterschaft und der Tiroler Meisterschaft haben die Schwimmer der Sektion Brixlegg 13 Goldmedaillen 9 Silbermedaillen 10 Bronzemedaillen errungen.

Tiroler Meisterschaften

Bei den Tiroler Hallen-Meisterschaften wurden drei 1. Plätze ein 2. Platz vier 3. Plätze erreicht und bei den siegreichen Damenstaffein hatten unsere Mädchen einen großen Anteil.

Tiroler Rekorde von Renate Kögl

Weiters wurden heuer von Renate Kögl zwei neue Tiroler Kekorde aufge- stellt. Die vier von Susi Lechner im Vorjahr erzielten Tiroler Rekorde wurden nicht unterboten und verbleiben somit weiterhin in Brixlegg.

Vereinsmeisterschaft

Bei der TWV-Vereinsmeisterschaft konnte im Berichtsjahr der 2. Platz hinter dem TWV Landeck erzielt werden. Abschließend soll noch erwähnt werden, daß das Brixlegger Schwimmbad nach 19 Jahren Pacht, nach erfolgtem Umbau durch den Verkehrsverband weiter geführt werden soll. Am 1. Juni 1971 soll das neue Schwimmbad seinen Betrieb aufnehmen. Der Traum - ein komb. Hallen-Freibad - konnte leider aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden. Es wurde aus eigener Initiative dem Fremdenverkehrsverband Brixlegg einen diesbezüglichen Entwurf von Herrn Ing. Friedrich vorgelegt, der Gefallen hat, aber ca. 5-6 Millionen Schilling erfordert hätte.

Schwimmsektion Imst

Das Fehlen von Unterlagen erlaubt uns hier nur ganz allgemein auf die Arbeit der Schwimnsektion Imst einzugehen. Die Schwimmer der Sektion wurden mit großer Gewissenhaftigkeit auf die Saison vorbereitet, fuhren sie doch fast jeden Freitag zum Training ins Innsbrucker Hallenbad. Diese Arbeit hat sich nachweislich gelohnt. Besonders in den Jugenklassen verfügt Imst über eine Vielzahl von ausbaufähigen Schwimmern. Wenn dies auch beim ASVÖ-Jugendvergleichskampf in Imst noch nicht so zur Geltung kam, so ist dazu zu bemerken, daß jeder Aufbau eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Daß aber Verbesserungen in der sportlichen Betätigung erzielt werden konnten, beweist die TWV-Vereinsmeisterschaft. Jedenfalls wird mit aller Kraft gearbeitet und für 1971 sind sicher weitere Verbesserungen zu erwarten.

Schwimmsektion Innsbruck

Nach dem Abtritt mancher Spitzenschwimmer ist gerade in der Sektion Innsbruck eine Lücke entstanden, die durch den Nachwuchs nicht geschlossen werden konnte. Wir befinden uns gerade in der Entwicklung von Innsbruck in einem Übergangsstadium. Die vielseitigen Interessen und Abwechslungen, die uns die moderne Zeit in einer kleinen Großstadt gebracht hat, wirkte sich vorerst besonders nachteilig auf die sportliche Betätigung der Jugend aus. Sicher wird es auch unsere Aufgabe sein da- rauf hinzuweisen, daß die Bewegung und in der Folge auch ein leistungsmäßiger Wettstreit Freude bringen kann und vorwiegend zur Gesunderhaltung einen nicht unerheblichen Teil beiträgt.Wenn wir auch manche Erfolge im Berichtsjahr nur gemeinsam bzw. indirekt mit unseren Sektionen für uns buchen konnten, so ist doch nicht zu übersehen, daß die Jugendarbeit erfreulichen Aufschwung nahm. Vorerst scheinen in den Ergebnislisten wohl noch viele alte bekannte Namen auf, die Jugend drängt jedoch stark nach vorne und wir hoffen, daß dieser ein Einbruch in die Spitze gelingt. Wir wollen nun keine Erfolge aufzählen, sondern auf unseren Jahresbericht hinweisen, aus dem das zu entnehmen ist, was vielleicht noch interessiert.

Schwimmsektion Landeck

Da der Kurzbericht unserer erfolgreichsten Sektion nicht vor der Vervielfältigung eingetroffen ist, kann an dieser Stelle kein ausführlicher Bericht für das Jahr 1970 erfolgen. Kurz soll jedoch erwähnt werden, daß Landeck unsere erfolgreichste Schwimmsektion sowohl beim Kachwuchs als auch im Allgemeinen darstellt. Vielfältig sind die Erfolge, die im Berichtsjahr aufgezeigt werden konnten. Für 1971 haben sich die Schwimmer um Hartwig Kirchmair viel vorgenommen. Es ist zu erwarten, daß sich diese Pläne auch verwirklichen lassen.

Schwimmsektion Schwaz

Hat Schwaz noch vor Jahren, etwa zu dem Zeitpunkt, als im dortigen Bad die österreichischen Meisterschaften durchgeführt wurden, eine dominierende Rolle im Schwimmsport des TWV eingenommen, so steht man heute beim bekannten Auf und Ab eines Vereines mehr bei einem tieferen Punkt. Die Ursache liegt, wie fast bei allen Vereinen, an der Funktionären, an Leuten, die die Zeit aufbringen können sich der Jugend zu widmen. Es ist nur zu hoffen, daß im nächsten Jahr wieder eine Aufwärtsentwicklung einsetzt. Besonders bei der vorjährigen Schi-Schwimmkombination des TWV hat sich gezeigt, daß in den Schwazer Schwimmern nicht nur schifahrerisches Können, sondern besonders auch schwimmerisches steckt. Dieses zu wecken soll vielleicht eine Hauptaufgabe des nächsten Jahres sein. Wir von den anderen Sektionen werden jedenfalls gerne bereit sein, besonders Schwimmkameraden unseres Vereines, die unsere Mitarbeit brauchen, helfend zur Seite zu stehen.