1980 - 1989

70 Jahre Tiroler Wassersportverein

Anlässlich der 70-Jahr Feier 1989 gaben die vielen TWV-ler der letzten Jahrzehnte wieder einmal ein Bekenntnis zum gesundheitlichen Wert des Schwimmens, das auch ihr Leben jahrelang geprägt hat, ab, auch wenn viele heute nicht mehr mit dem früher gezeigten Eifer bei der Sache sind.

Schwimmen lernen in der TWV Schwimmchule

Schwimmbad Innsbruck Amraserstrasse Dies war auch der Grund, dass im Tiroler Wassersportverein die Schwimm-Grundschule forciert wurde, um dem Auftrag gemäss den Satzungen, den Schwimmsport aufgrund seines gesundheitlichen Wertes zu fördern, nachzukommen. Ausserordentliche Talente wurden in der Folge in Leistungsgruppen gefördert.

Leistungssport Schwimmen

An der Schwelle zum Leistungssport endeten die Möglichkeiten des Vereins, da es nicht zu organisieren war, Schwimmern, die sogar ihre berufliche Ausbildung hintanstellten, um im Leistungssport und zu bestehen, und die eine Betreuung nahezu rund um die Uhr verlangten, die ehrenamtlich wirkende Funktionäre nicht erbringen konnten, zu bieten.

Brigit Pischa (Eichhorn)

TWV Schwimmer

Mit der Schaffung eines Leistungskaders wurde die Abdeckung dieses Bedarfes seitens des Landesschwimmverbandes versucht. Immer wieder konnte der TWV Sportler in diesen Kader bringen. Resumee: grosse Erfolge unserer Schwimmer. So erreichten Talente die Spitze, wie etwa Birgit Pischa , die jahrelang die Rückendistanzen in Tirol beherrschte und sich auch auf nationaler Ebene behauptete. In den männlichen Klassen zeigte Thomas Gatscher jahrelang in den Brustlagen grossartige Leistungen, Harald Bergmann in den Rückenlagen und Norbert Entstrasser in den Kraullagen. ln einem kurzen Aufflackern bewiesen Bernhard Waldhof und Markus Haisjackl 1981, dass sie aufgrund ihres Talentes in der Lage wären, ohne wesentliches Training alle Aktiven zu schlagen.

Karin und Barbara Eberhard, Sabine Hochschwarzer

Es folgten die Geschwister Eberhard, Barbara und Karin mit vielfachen Tiroler Meistertiteln in den Krauldistanzen sowie ein neues Sternchen mit Sabine Hochschwarzer. In den weiteren Jahren drängten Gernot Winkler und Alexander Placheta , vorwiegend in den Kraulbewerben, an die Spitze. Sie erreichten sowohl in Tirol als auch auf nationaler Ebene Spitzenplätze. Beide wechselten in der Erwartung, in anderer Umgebung bessere Leistungen erbringen zu können, den Verein, 1985 Gernot, 1986 Alex. Während Winkler nach kurzer Zeit seine Karriere beendet, erbringt Alexander Placheta , ein Sohn von Gunther Phillip , der auch im TWV gross geworden ist, und seine Jugend unter den Fittichen aufopfernd sich um ihn kümmernden Mitgliedereltern verbrachte, sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene, grossartige Leistungen. Im Windschatten der Genannten drängte sich wieder ein neuer Schwimmer zur Spitze Georg Fuhrmann , 4facher Tiroler Meister 1989, Schwimmer in der Nationalmannschaft mit PIatzerfolgen bei österreichischen Meisterschaften. Zur Zeit lassen starke Kinder- und Schülerschwimmer aufhorchen.

Wasserball Staatsmeister 1982 und 1983

Wasserballmannschaft 1982 Im Wasserball gelang 1981 der Sprung in die A-Liga und 1982 bereits der Titel eines österreichischen Hallenwasserballmeisters, eine Wiederholung 1983 die grössten Erfolge in der Vereinsgeschichte. Aufgrund des 2. Platzes in der Freiwassermeisterschaft nahm die Mannschaft 1982, 1984, 1986, 1987 und 1988 am Europacup teil, überstand 1984 sogar die 1. Runde, schied aber dann gegen stärkere Mannschaften aus. Der 1. Platz blieb der starken Mannschaft, dem ewigen Zweiten, auch 1988 und 1989 versagt.

Wasserball Staatsmeister 1989

Wasserballmannschaft 1989 Eine Teilnahme am Europacup musste aus finanziellen Gründen jeweils abgesagt werden. Für eine in Westösterreich spielende Mannschaft sind die erforderlichen finanziellen Mittel mit Teilnahme an nationalen und internationalen Veranstaltungen nicht immer aufzubringen, sogar die Weiterführung des Wasserballbetriebes mit Teilnahme an gesamtösterreichischen Veranstaltungen ist in Frage gestellt.

An der Organisation grosser internationaler Veranstaltungen waren viele Funktionäre entscheidend beteiligt, so bei den Junioreneuropameisterschaften im Schwimmen, Springen und Synchronschwimmen 1982, dem Volksbanken Springen 1983 und 1984, den Schwimmbewerben bei den Weltspielen der Transplantierten 1987 und den internationalen ASVö Jugendspielen 1989 in Kufstein.

Nach 11-jähriger Tätigkeit im Landesschwimmverband legte 1982 Herwig Herbert als Vizepräsident, kurz darauf auch Peter Hofmann seine Funktion zurück. Sie widmen ihre Arbeitskraft nun mehr dem Verein, aber auch der Fortbildung der Lehrwarte und Trainer.

Vordringlich galt es wieder Funktionäre zu finden, die bereit sind, neben ihrem Beruf für den Schwimmsport mit dem Ziel zuarbeiten, neben dem gesundheitlichen Wert des Schwimmens und damit des Sportes auch den gesellschaftlichen Wert des Sporttreibens in einer Gemeinschaft zu fördern.

Vielfach wollen viele ihren Dank dafür abstatten, dass in ihrer Jugend auch begeisterungsfähige Betreuer für sie da waren. Trotz einiger Wechsel und Rückschläge ist es auch in den letzten 10. Jahren gelungen, viel Arbeit für den Wassersport, dem sich einige verschrieben haben, zu leisten.