1971: Wasserball

Wasserball als Mannschaftssport

Nach den ersten Gehversuchen der jungen Mannschaft im Vorjahr wuchs das Team dieses Jähr zu einer nahezu homogenen Einheit. Nicht zuletzt war dies durch die verständnisvolle Haltung des Vorstandes möglich, der Wasserball nicht mehr nur als Sammelplatz der "alten Schwimmer" sah, sondern als eine der Zentren des Vereins lebens. Es wurde mehr Trainingszeit sowohl am Trainingsabend als auch im Tivolibad zur Verfügung gestellt. Auch die finanziellen Mittel flössen etwas reichlicher. Durch Fehlen der teuren Bälle konnte bis jetzt das Trainingsideal - ein Ball pro zwei Spieler - noch nicht erreicht werden.

Wasserball Jugend und Junioren Meister

Die Nachwuchsbetreuung wurde besonders groß geschrieben. Es gelang, junge Schwimmer am Spiel und Training zu interessieren. Der Fehler der mangelnden Nachwuchsbetreuung, der den TWV ins bekannte Wellental gebracht hat, soll nicht noch einmal begangen werden. Lener, Raspotnik und der vielseitige Prinz stellen schon heute ihren Mann in der Mannschaft und lassen noch gewaltige Leistungssteigerungen erwarten, obwohl ihnen noch die Routine und Härte fehlt. Mit Blättorbauer und Ridl bildeten sie den Rumpf der TWV Jugendmannschaft und Junioren-Mannschaft, die mit einigen Spielern von Landeck auch heuer wieder den Titel eines Tiroler Jugend- und Junioren-Wasserballmeisters errangen.

Wasserball B-Liga

In der ersten Mannschaft bewährte sich Raggl als Tormann, Pokorny als Stopper und Ersatztormann, Fellner wechselte aus dem Sturm ins Mittelfeld und Verteidigung, Hofmann wurde offensiver Verteidiger, Majoni und Ridl W. kamen vom Sturm ins Mittelfeld, Blätterbauer blieb Standstürmer und Ridl F. wechselte vom Mittelfeld in den Angriff. Nagele und Röhrich, durch ihre Schnelligkeit dazu - prädestiniert, bildeten die Flügel, an denen auch die offensiven Verteidiger vorgehen.Die ersten Spiele in Berichtsjahr fanden im Rahmen der B-Liga in Salzburg statt. Sie waren für uns noch zu früh. Die ersten Spiele gegen Salzburg und Bad Hall gingen hoch verloren. Es wurde zu offensiv gespielt und dies nutzten die schnellen Stürmer der Gegnor zu Torabschlüssen aus.Die äußerst schlechte Schiedsrichterleistung beeinflußte das Ergebnis wohl nur zahlenmäßig, zeigte jedoch wieder einnal mehr die Schiedsrichtermisere auf. Die Rückspiele am folgenden Tag unter anderer Leitung brachten weit besseren Sport. Die Niederlagen gegen die um eine Klasse besseren Gegner hielten sich in erträglichen Grenzen.

Spiele gegen Dornbirn

Die B-Liga, brachte auch die Bekanntschaft mit den Wasserballern aus Dornbirn. In zwei Spielen in Innsbruck wurden drei Punkte gewonnen. Bein Rückkampf in Dornbirn waren die Dornbirner stärker und gewannen. Allerdings war unsere Kannschaft durch Ausfälle stark reduziert. Die Annahme einer Einladung der Dornbirner brachte unsere Mannschaft im Rahmen eines Turniers mit Mannschaften aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammen. Leider mußte Raggl durch Pokorny ersetzt werden. Die Änderung der Taktik war die logische Folgerung. Obwohl nicht alles nach Wunsch verlief, sicherten drei Siege unserer Mannschaft einen erfreulichen dritten Rang.

Trainingsgemeinschaft mit Schwimmklub Innsbruck

Für das nächste Jahr erwarten wir eine weitere Aufwärtsentwicklung. Im angestrebten gemeinsamen Training mit den SchwimmklubInnsbruck hoffen wir, weitere Fortschritte zu machen. In Rahmen eines von uns zu veranstaltenden Turniers wollen wir Mannschaften nach Innsbruck bringen, mit denen wir unsere Kräfte messen können, denn nur erweiterter Spielverkehr kann unsere Leistungen verbessern helfen.

Autor Michael Fellner